Kain und Abel
Die ersten beiden Kinder, welche Adam und Eva gebären heißen Kain und Abel.
1. Mose 4
4 Und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR blickte auf Abel und auf seine Opfergabe;
5 aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Da wurde Kain sehr zornig, und sein Gesicht senkte sich.
6 Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt?
7 Ist es nicht so, wenn du recht tust, erhebt es sich? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst über sie herrschen.
Anscheinend hatte Kain bei seinem Opfer nicht recht gehandelt. Worin lag sein Problem? Abel opferte anscheinend aus Dankbarkeit und Kain wollte durch sein Opfer eine irgendwie geartete Bestätigung. Hier schon wird der große Unterschied deutlich, der sich durch alle „religiösen“ Handlungen zieht, die wir tun. Sind sie aus Dankbarkeit und Anbetung motiviert, liebt Gott sie, wollen wir uns irgendetwas vor Gott verdienen, hasst Gott sie. Das markante ist der Fluch dieser „Religiosität“. Kain will den Geistlichen umbringen. Gleiches kennen wir von Jesus und den Schriftgelehrten und das sollte uns aufhorchen lassen:
Matt 12
14 Die Pharisäer aber gingen hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.
Der einzige Grund, warum die Gesetzlichen Jesus umbringen wollen ist der gleiche wie bei Kain und Abel, denn Jesus wurde von Gott übernatürlich bestätigt. Das darf uns ruhig sensibilisieren, wenn wir irgenwelchen Zorn gegen Menschen haben, die wirklich gesalbt sind und übernatürliche Dinge tun. Fangen wir dann an, an ihnen einen Fehler zu suchen, um uns darin zu bestätigen, dass wir im Vergleich zu ihnen irgendwie noch bestehen können? Nun wissen wir woher diese Gedanken kommen. Sie sind seelisch motiviert.
Gal 5
17 Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.
Die Seele hat also auch ein ausgeprägtes Verlangen danach „geistlich“ zu sein, nur dass ihre Strebungen entgegen jeder wirklichen geistlichen Strebung sind. Die Trennlinie ist dabei auch in christlichen Kreisen ziemlich dünn. Um es zu veranschaulichen, machen wir ein Beispiel:
Ein Christ liest in der Bibel, heißt es so schön. Wenn Du nun in der Bibel liest, weil Du einzig denkst, dass Gott das von Dir verlangt, damit Du ein guter Christ bist, bist Du schon seelisch motiviert. Meist liest man dann ein tägliches Pensum und ist froh, wenn man es hinter sich hat. Dabei ist Bibellesen gut und wichtig, weil es unseren Geist aufbaut und uns so zu reifen Christen macht. Ein und die gleiche Handlung kann geistlich motiviert sein oder seelisch, so wie das Opfer von Kain und Abel. Und das Makabere dabei ist, dass die seelisch motivierten Frommen auch noch gegen die wirklich Frommen auf die Barrikaden gehen. Wieso ist das so?
Segen und Fluch
Satanisten opfern gerne Dinge, weil sie sich damit einen Fluch in Form einer dämonischen Macht ins Haus holen wollen. Sie opfern also eine Katze, ein Huhn oder gar einen Menschen, weil sie genau meinen zu wissen, dass sie damit ihr Ziel erreichen, sich dämonischer Mächte mannhaft zu machen. Das Problem ist zwar, dass nicht sie über die dämonische Macht verfügen, sondern anders herum aber eines können wir von diesem Beispiel lernen: Es funktioniert!
Bei Christen läuft es nicht so bewusst ab, aber gleichermaßen von den Konsequenzen: Wenn wir Gott ein Opfer bringen, weil wir uns damit etwas verdienen wollen, ernten wir einen Fluch. Und genau das ist der Fluch des Gesetzes, aber auf den gehen wir später noch eingehend ein.
In der Seelsorge habe ich gelernt, dass diese spiritistischen dämonischen Mächte und die religiösen ein und die Selben sind, sie haben nur zwei Gesichter! Das Grundübel bleibt aber bestehen, dass die Seele in ihrem Verlangen auch religiös zu sein, dem Geist massiv entgegensteht. Deswegen heißt es übrigens:
Sprüche 26
2 Wie der Sperling hin und her flattert, wie die Schwalbe wegfliegt, so ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein
Denn nur wenn wir auch „religiös“ sind, können uns Verwünschungen oder andere geistliche Manipulationen treffen. Dieser Bibelvers zeigt, dass ein Fluch immer die Konsequenz von etwas ist und nicht wie ein Hokuspokus einfach über uns hineinbrechen kann. Außerdem erkennen wir das Übel, welches der Sündenfall hinterlassen hat. Die Menschen haben mit ihrer neuen anthropologischen Kondition echt mit ihrer Seele zu kämpfen und zwar derart, dass aus ihr immer wieder Regungen kommen, die unterdrückt werden müssen.
Henoch
1. Mose 5
24 Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr da, denn Gott nahm ihn hinweg. -
Wir sehen, dass Abel nicht der Einzige war, der Gott in dieser Zeit suchte. Gott griff von Anfang an in das Leben der Menschen brachial ein, denen er seine Liebe offenbaren konnte. Im Falle von Henoch war Gott anscheinend so begeistert, dass er ihn gleich komplett zu sich nahm, wie er es später auch mit Mose tat und mit Elia.
Der Grund für die Sintflut
Um nun die Sinnflut richtig deuten zu können, sammeln wir einige Fakten um diese herum. Gott wollte, dass ein Retter kommt, der aus den Menschen geboren wird. Der Teufel hatte mehrere Möglichkeiten, diesen Plan zu durchkreuzen. Er könnte die Menschheit ausrotten, was er bei Kain und Abel immerhin zu 25% erreichte. Diesen Plan verfolgte er weiter:
1. Mose 6
4 In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch danach, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die in der Vorzeit waren, die berühmten Männer.
Dieser Bibelvers hat es in sich. Die Söhne Gottes können meines Erachtens nicht anderes als Dämonen sein. Diese vereinigten sich sexuell mit Frauen und diese gebaren genetisch degenerierte Lebewesen, in diesem Falle regelrecht eine neue Rasse, die nicht mehr die menschliche war. Was ist aber mit der menschlichen Rasse, aus welcher der Retter kommen soll? Kann es sein, dass diese nun durch die zunehmende genetische Manipulation vom Aussterben bedroht war.
Dieser Leitgedanke für die Sintflut ist aus einem Grunde extrem wichtig. Sollte Gott mit der Sintflut schon ein frühes Gericht über die Menschheit bringen wollen und sie für ihre Unmoral und Verderbtheit richten wollen. Das glaube ich nicht, denn Gott ist noch kein Richter, er ist Gnadengeber. Aber wenn Gott in dieser Zeit an den Erlöser dachte du auch an Dich, hatte er ein Problem. Denn wenn die beschriebene Entwicklung sich fortsetzen sollte, dann gäbe es bald nicht mehr die Möglichkeit einen Retter zu senden und Dich hätte es auch nicht gegeben. Gottes Lösung war kreativ: Er musste noch die letzten nicht verderbten Menschen retten. Das tat er durch die Sintflut.
Diese war also primär ein Akt der Gnade für die Menschheit und nicht ein Akt des Gerichtes. Gott musste derart eingreifen, weil sonst sein Heilsplan nicht mehr gelingen konnte.
Noah zog also mit seiner Familie auf diese Arche, die er 500 Jahre lang baute.
Die Wasser vom Himmel
Wo kam aber das ganze Wasser auf einmal her, dass den Pegel der Meere so steigen ließ?
1. Mose 1
6 Und Gott sprach: Es werde eine Wölbung mitten im Wasser, und es sei eine Scheidung zwischen dem Wasser und dem Wasser!
7 Und Gott machte die Wölbung und schied das Wasser, das unterhalb der Wölbung, von dem Wasser, das oberhalb der Wölbung war. Und es geschah so.
8 Und Gott nannte die Wölbung Himmel. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein zweiter Tag.
Gott hatte anscheinend noch einen großen Wasservorrat, der nicht in den Meeren war, sondern in der Atmosphäre. Wissenschaft und Glaube muss hier nicht Widersprüche erzeugen, ganz im Gegenteil, ich glaube, wenn wir die Bibel zur Grundlage der Wissenschaft machen, kann sie uns bessere Ergebnisse liefern, als wenn wir versuchen, sie zu umschiffen. Gehen wir davon aus, dass alle Fakten der Bibel und der Phänomenologie und Topologie der Erde sachlogisch sich bedingen.
1. Wenn eine so große Masse Wasser in gasförmigem Zustand in der Atmosphäre wäre, dann ergeben sich daraus Konsequenzen. Zuerst würde es keine Regenbogen mehr geben, die Gott ja als Zeichen nach der Sintflut gemacht hat. Sie entstehen, wenn sich Licht an Schichten unterschiedlicher Wasserdampfkonzentration bricht. Wenn die Wasserdampfkonzentration eh maximal war, gab es die Möglichkeit zu diesen Brechungen vor der Sintflut nicht, danach allerdings schon.
2. Der hohe Wasserdampfanteil in der Luft filtert die UV-Strahlung viel stärker. Diese ist eine Ursache der Zellalterung. Das erklärt, warum die Menschen vor der Sintflut viel älter wurden.
3. Durch den hohen Wasseranteil in der Luft ist der Auftrieb der Luft vie stärker. Also konnten Lebewesen mit viel größerem Gewicht noch auf der Erde leben, die heutigentags nicht mehr lebensfähig sind, sprich die Dinosaurier. Diese wurden übrigens bei genauer Betrachtung der Liste der Tiere, welche Noah auf die Arche nahm nicht aufgeführt.
4. Das Abregnen dieser Wassermassen hat in Kürze die gesamten Sedimente der Erde aufgeschwemmt und verschoben. Außerdem entstand durch die Ansammlung dieser Wasser ein Druck auf diesen Sedimenten, der ausreicht, um Tiere in den Sedimenten innerhalb kürzester Zeit zu versteinern. Das würde sämtliche Versteinerungen, die wir finden wesentlich besser erklären, als jede Evolutionstheorie, welche nur extrem unzureichende Hilfskonstruktionen heranzieht, um das Phänomen von Versteinerungen zu erklären. Ein Dinosaurier, welcher zufällig beim überqueren eines Flusses einen Herzinfarkt bekam und nun auf den Meeresgrund sickert, würde längst von Bakterien zerfressen werden, bevor in Jahrmillionen sich so viele Sedimente auf ihm ablagern würden, die zu einer Versteinerung ausreichen würden (zugegebenerweise konnte ich mir hier das polemisieren nicht verkneifen).
5. Das Eis der Polkappen lässt sich so auch erklären, denn dort war es zu sintflutlichen Zeiten nicht wärmer als heute. Allerdings lassen sich auch die Eiszeiten nun besser datieren. Denn sie lassen sich als Abfließen der gefrorenen Landwassermassen in den Kaltgebieten der nördlichen und südlichen Hemisphäre leicht deuten. Vor allen die Quantität der Eismassen ist anders nur schwer zu deuten.
Kurzum, finden wir ziemlich brauchbare Erklärungen für die Sintflut an allen Ecken und Enden unserer Erde. Somit dürfen wir uns bei jedem Regenbogen den wir sehen, mit Fug und Recht an Gottes Gnade mit uns erinnern.
Der Turmbau zu Babel
Das bekannte Ereignis des Turmbau zu Babels fällt in die gleiche Kategorie. Die Menschheit war im Begriff in ihrem bösen Streben so eins zu werden, dass Gott sie auseinander treiben musste, damit nicht auch der Letzte so verderbt wurde, dass kein Raum für Hoffnung und Gnade mehr übrig blieb:
1. Mose 11
4 Und sie sprachen: Auf, wir wollen uns eine Stadt und einen Turm bauen, und seine Spitze bis an den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Fläche der Erde zerstreuen!
5 Und der HERR fuhr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten.
6 Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle, und dies ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie zu tun ersinnen.
7 Auf, lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht mehr verstehen!
Gott sagt selbst, dass er nicht mehr in konstruktiver Form hätte eingreifen können, wenn sie ihr Anliegen weiterverfolgt hätten. So verschaffte Gott sich Zeit, damit der Retter aus dem Geschlecht der Menschen kommen konnte. Auch die große Sprachenverwirrung, die Gott bewirkte, war ein Akt seiner Gnade.
Der Humanismus
An dieser Stelle eignet es sich, eine Parallele zum Humanismus der Moderne zu ziehen. Denn der Ansatz ist der Gleiche wie beim Turmbau zu Babel und findet sich auch zu Hauf in der Theologie des 19ten und 20ten Jahrhunderts wieder. Der Ansatz heißt: Der Mensch steht über Gott. Das war der ideologische Grundsatz der zum Turmbau zu Babel geführt hatte. Das ist der Ansatz, der besagt, der Mensch ist von sich in der Lage Gutes zu tun. Die Stadt Babel, die später zu Babylon wird ist der Sitz dieser Ideologie. Sie sitzt so tief im mitteleuropäischen Denken, dass wir häufig schon gar nicht mehr erkennen, wie sehr wir ihr verfallen sind. Das ist es übrigens, was Jesus als den Antichristen bezeichnet.
1. Johannes 4
3 und jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott; und dies ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er komme, und jetzt ist er schon in der Welt.
Der Geist von Babel braucht keinen Christus mehr, denn er meint sich selbst erlösen zu können. Auch sehen wir in den aussagen Jesus, dass es hier um eine wirksame Kraft geht, regelrecht um einen Geist. Er offenbart sich massiv in der Endzeit, aber auch zu Zeiten Jesus ist er schon da. Ich bin weit davon entfernt eine eschatologische Drohrede zu predigen, es geht mir um den Nutzen dieser Verse für jeden selbst. Denn überall, wo wir meinen ohne die Gnade Gottes und die Erlösung Jesu Christi fähig zu sein, irgendetwas Relevantes oder Gutes zu tun, ist auf dem beschriebenen Holzweg. Durch das Internet und die europäische Union (die Überzufällig für ihr Ratsgebäude die Architektur des Turms zu Babel wieder aufgreift) wird die Einheit der Menschen in neuer Weise wieder hergestellt. Das sollte uns aber nicht bedrohen, denn wir haben als Christen den gleichen Zugang zu diesen Medien, wie jeder andere auch. Wir sollten schlau sein, wie die Füchse und sie nutzen, um das Evangelium zu verbreiten. Gerade in der arabischen Welt ist das Internet einer der Hauptquellen des Evangeliums.
Die Kontinentalverschiebung
Es gibt noch eine weiter Maßnahme, der sich Gott bediente, um die Menschheit noch stärker zu zerstreuen. Er teilte die Kontinente:
1. Mose 10
Und dem Eber wurden zwei Söhne geboren: Der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde das Land geteilt; und der Name seines Bruders war Joktan.
Bei allen diesen Dingen sollten wir nie vergessen, dass Gott all das tat, weil er an Dich dachte. Er wollte, dass Du die Möglichkeit hast, den Retter zu erleben und seine Erlösung zu erfahren. Somit ist nichts, was auf dieser Erde passiert ein willkürlicher Zufall von Naturmächten oder dergleichen, alles hat seine tiefe Begründung in Gottes Gnade und Gottes Heilsplan mit den Menschen.